Historie

Übersicht

Die heutige Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe
Elbe-Weser GmbH (EVB)
entstand 1981 durch den Zusammenschluss zweier traditionsreicher Unternehmen:
Der Wilstedt-Zeven-Tostedter Eisenbahn GmbH (WZTE, gegründet 1912) und der Bremervörde-Osterholzer Eisenbahn GmbH (BOE, gegründet 1907). Rund acht Jahrzehnte Erfahrung im Güter-und Personenverkehr wurden so in einem Betrieb zusammengeführt.
Zwischen 1991 und 1993 wurden zusätzliche Eisenbahnstrecken im Elbe-Weser-Raum übernommen und 1993 fusionierte die EVB mit der Buxtehude-Harsefelder Eisenbahn GmbH (BHE), sodass das Eisenbahnnetz inzwischen 261 km Länge umfasst.
Dieses Eisenbahnnetz wird im Personen- und Güterverkehr befahren, Betriebsschwerpunkt und Zentrum der Strecken ist Bremervörde.
Neben dem Bahnverkehr betreibt die EVB zahlreichen Buslinien im Elbe-Weser-Raum. Zentrum der Verwaltung und des Busbetriebs ist Zeven. An den Standorten Bremervörde, Harsefeld und Zeven werden zudem Reisebüros betrieben.

Die Wilstedt-Zeven-Tostedter Eisenbahn

Am 21. August 1912 wurde die Wilstedt-Zeven-Tostedter Eisenbahngesellschaft gegründet. Sie sollte die von der Landwirtschaft geprägten Gebiete zwischen Wilstedt, Zeven und Tostedt erschließen.
Die 63,6 Kilometer lange Strecke wurde am 15. Juni 1917 eröffnet, in Zeven und Tostedt bestand Anschluss an die Staatsbahn. Neben der Personenbeförderung wurden auf der Strecke vorwiegend landwirtschaftliche Güter transportiert.
Aufgrund schlechter Fahrgastzahlen wurde am 31. Mai 1964 der Personenverkehr zwischen Wilstedt und Tarmstedt eingestellt. Am 27. September 1964 folgte der Abschnitt zwischen Tarmstedt und Zeven und schließlich am 28. September 1971 das letzte Teilstück Zeven - Tostedt.
1969 begann eine Zusammenarbeit zwischen der Wilstedt-Zeven-Tostedter Eisenbahn und der Bremervörde-Osterholzer Eisenbahn, was 1981 zur Fusion beider Unternehmen führte: die Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH waren geboren.

Die Bremervörde-Osterholzer Eisenbahn

Am 15. Oktober 1907 wurde die Kleinbahn Bremervörde-Osterholz GmbH mit Sitz in Bremervörde gegründet. Kurz nach Gründung der Gesellschaft wurde mit den Bauarbeiten der 48 km langen Strecke Bremervörde - Osterholz begonnen.
Am 23. Juni 1909 wurde die Teilstrecke Bremervörde-Gnarrenburg eröffnet, das zweite Teilstück folgte erst am 9. Februar 1911. Die Bodenverhältnisse im Teufelsmoor erschwerten in diesem Abschnitt die Bauarbeiten besonders.
Durch die neue Bahn konnten die Einwohner der Region schneller und einfacher Bremen erreichen und Worpswede als Fremdenverkehrsort erschlossen werden, zusätzlich wurden Produkte der Glas-, Ziegel- und Torfindustrie und landwirtschaftliche Güter transportiert.
1942 wurde die Kleinbahn in "Bremervörde-Osterholzer-Eisenbahn" (BOE) umbenannt. Aufgrund steigender Nachfrage betrieb die BOE gemeinsam mit der Bundesbahn ab dem 5. Oktober 1952 einen "Städteschnellverkehr" zwischen Stade, Bremervörde, Osterholz-Scharmbeck und Bremen. Am 28. Mai 1971 wurde der Städteschnellverkehr beendet, da die Bundesbahn den Vertrag kündigte. Auf dem verbliebenen Teilstück Bremervörde - Osterholz wurde schließlich am 18. März 1978 der Personenverkehr eingestellt.
1981 fusionierte die BOE mit der Wilstedt-Zeven-Tostedter Eisenbahn zur EVB.
Quelle: Roland Ahrendt (2003),
http://moorexpress.niederelbebahn.de/

Busverkehr

Bereits am 20.11.1950 übernahm die WZTE die 28 km lange Kraftfahrtlinie Zeven - Rhade - Aspe - Zeven - Gnarrenburg von der Firma Joh. Brockmann & Sohn aus Gnarrenburg und beschaffte sich dafür zwei gebrauchte Omnisbusse. 1951 kam die 50 km lange Linie Rhade - Wilstedt - Bremen, 1952 die 24 km lange Linie Zeven - Kirchtimke - Wilstedt hinzu.
In den 60er Jahren wurde das Busnetz konsequent ausgebaut und trug so zu Fahrgastzahlensteigerungen bei. 1963 entstand die Linie Ottersberg - Quelkhorn und 1964 die Linie Meinstedt - Wense - Heeslingen - Zeven. Auch die BOE stieg im Omnibusgeschäft ein. Sie bediente die Linien Osterholz-Scharmbeck - Quelkhorn sowie Gnarrenburg - Kuhstedt. 1971 wurde bei der WZTE die erste Fahrgastmillion pro Jahr überschritten.
Nach der Einstellung des Personenverkehrs auf den Bahnstrecken Zeven - Wilstedt (1964), Zeven - Tostedt (1971) und Bremervörde - Gnarrenburg - Osterholz-Scharmbeck (1978) wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen parallel zu den Schienenstrecken angeboten. Nach der Fusion der beiden Eisenbahngesellschaften zur EVB wurde ab 1981 auch der Busverkehr gemeinsam betrieben. In den folgenden Jahren erweiterte sich das Busnetz ständig.
Im Jahre 1996 erwarb die EVB einen 40%-Anteil an der KVG Stade, 2005 wurde die EVB hundertprozentiger Gesellschafter der Omnibusbetrieb von Ahrentschildt GmbH.

Reisebüro

In den Reisebüros der EVB werden alle Urlaubswünsche der Kunden im touristischen Bereich erfüllt.
Um den Fahrgästen eine bessere Beratung und einen umfassenden Service anbieten zu können, wurde im Jahre 1989 in Zeven im Bahnhof Süd das erste EVB Reisebüro eröffnet. Neben Informationen und Fahrkarten für den öffentlichen Verkehr kann der Kunde seitdem hier auch seine Urlaubsreise buchen. Da sich der Standort in ungünstiger Lage zum Stadtkern befand, wurde 1999 das zentral gelegene und in 16 Jahren fest etablierte Reisebüro Reyl durch die EVB übernommen und der Standort in Zeven-Süd aufgegeben. 1992 wurde ein weiteres EVB Reisebüro im Bahnhof Bremervörde, ein Jahr später im Bahnhof Harsefeld eröffnet. Der Bahnhof in Bremervörde wurde 2005 gründlich modernisiert, sodass die Mitarbeiter des Reisebüros in großzügigen Räumen die Kundschaft empfangen können. 2007 wurde in Zeven das TUI ReiseCenter übernommen.

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