Die evb Logistik organisiert ihre Strukturen im Schienengüterverkehr neu. Basis ist der seit Mai geltende Dreiklang „Rangieren. Traktionieren. Operieren.“ Ziel der Neuausrichtung ist es, Prozesse zu vereinfachen, Verantwortlichkeiten klarer zu gestalten und die Leistungsfähigkeit für Kunden weiter zu erhöhen.

Vossloh (MaK) G1206 der evb im Design der Mittelweserbahn (Foto: Christoph Grimm)
Als Teil der Neuausrichtung nimmt die evb endgültig Abschied von einem traditionsreichen Namen: Zum 1. Oktober 2026 wird die Mittelweserbahn GmbH zur evb Logistik GmbH. Die Geschäftsführung übernimmt Tobias Behncke, seit Februar 2026 Geschäftsbereichsleiter Logistik und Geschäftsführer der Intermodal-Tochter Necoss GmbH. Juristischer Sitz der Gesellschaft ist Zeven im Landkreis Rotenburg (Wümme), gesteuert wird sie aus der evb-Logistik-Zentrale in Bremen. Alle Arbeitsverhältnisse bleiben unverändert bestehen.
„Die Umbenennung war ein längst überfälliger Schritt“, so Matthias Herten, in der Geschäftsführung der evb u.a. für das Thema Logistik zuständig. „Die Mittelweserbahn ist seit über zehn Jahren nicht mehr unter diesem Namen am Markt aktiv.“ Die evb hatte 2010 die Mehrheit an der 1998 gegründeten MWB übernommen und das Unternehmen 2013 vollständig in die evb-Gruppe integriert. Als organisatorische Einheit besteht die Mittelweserbahn GmbH jedoch bislang weiter und trägt nun einen neuen Namen.
Die Umbenennung bereitet den Boden für einen weiteren Schritt:
Für 2027 plant die evb, unter Vorbehalt der Zustimmung aller zuständigen Gremien, die Ausgliederung des bisherigen Geschäftsbereichs Logistik in die evb Logistik GmbH. Damit werden alle Tätigkeiten im Geschäftsfeld Logistik in einer eigenständigen Gesellschaft innerhalb der evb-Gruppe gebündelt. Die Necoss GmbH bleibt rechtlich unabhängig erhalten.
Reorganisation: Operative Exzellenz und starke Standorte
Bereits in großen Teilen umgesetzt ist die Reorganisation des evb-Schienengüterverkehrs entlang der operativen Kernleistungen. „Die Reorganisation schafft im ersten Step klarere Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten“, betont Tobias Behncke. „Sie ist Teil eines Effizienz- und Modernisierungsprogramms, mit dem wir uns konsequent auf die Anforderungen eines dynamischen Schienengüterverkehrsmarktes ausrichten. Zudem halten wir wertvolles Know-how in der Organisation.“
Unter einer Leitungsebene mit zentralem Stab zu Themen wie Claim- und Forderungsmanagement, Flottenmanagement und Prozesse / Digitalisierung werden im Betrieb die drei Stränge Rangieren, Traktionieren und Operieren geführt. Ihnen zur Seite steht u.a. ein gestärkter Vertrieb und ein erweitertes technisches Flottenmanagement.
Auch die Rangieraktivitäten in den größten deutschen Nordseehäfen sowie an wichtigen Industriestandorten werden im Zuge der Reorganisation weiter gestärkt. Durch engere Vernetzung der Standorte und standardisierte Strukturen wird die evb Logistik Synergien besser nutzen und ihren Kunden zusätzliche Flexibilität im Rangier- und Anschlussbahnverkehr bieten.
Klare Ausrichtung auf Wachstum
„Die Reorganisation schafft die Voraussetzungen für eine effiziente Produktion unserer Dienstleistungen sowie weiteres Wachstum und eine noch stärkere Marktpositionierung“, so Behncke. „Wir stellen Kunden, Kollegen und Fuhrpark konsequent in den Mittelpunkt und bündeln unsere Kompetenzen in einer effektiven neuen Struktur. Damit schaffen wir die Grundlage für nachhaltigen Erfolg im Schienengüterverkehr.“
Auch äußerlich macht die evb die Weiterentwicklung der Logistik sichtbar: Ein neues Erscheinungsbild bei Rangier- und Streckenloks unterstreicht den Anspruch auf zeitgemäße und professionelle Dienstleistung und wird schrittweise umgesetzt.
- ER20 der evb Logistik im neuen Design beim Tag der Schiene in Lübeck (Foto Patrik Rienitz)
- Vossloh G1206 der evb bei der Umrüstung aufs neue Design in der SFT-.Werkstatt in Bremervörde (Foto evb)
- evb-Güterzug mit Lok der 2010 übernommenen und 2013 vollständig integrierten Mittelweserbahn
02.10.2026
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