Zwischen Bremervörde und Stade im Stundentakt
Die Bahnstrecke zwischen Bremervörde und Stade soll wieder regelmäßigen Schienenpersonennahverkehr erhalten. Dafür macht sich die evb stark. Ziel ist es, die Region künftig im Stundentakt an Stade und das überregionale Bahnnetz anzubinden. Die Inbetriebnahme der neuen Regionalbahnlinie ist für den Fahrplanwechsel im Dezember 2028 vorgesehen.
Für die evb ist dieses Projekt von besonderer Bedeutung: Die rund 30 Kilometer lange Strecke gehört zu den Traditionsstrecken des Unternehmens. Bereits seit mehr als 125 Jahren verbindet sie Menschen und Wirtschaft in der Region – ihr Jubiläum hat die evb 2022 mit einem Bahnhofsfest und rund 10.000 Besuchern aus ganz Deutschland gefeiert. Heute wird die Strecke täglich für den Güterverkehr, Werkstattfahrten und den saisonalen Moorexpress genutzt. Künftig soll sie zusätzlich wieder regelmäßig von Personenzügen befahren werden.
Mit der Reaktivierung entsteht ein attraktives Nahverkehrsangebot für Pendlerinnen und Pendler, Schülerinnen und Schüler sowie Freizeitreisende. Gleichzeitig verbessert sich die Anbindung der Gemeinden entlang der Strecke an den Bahnhof Stade und damit an das regionale und überregionale Bahnnetz.
Auf dieser Projektseite informieren wir regelmäßig über den Fortschritt der Reaktivierung und stellen aktuelle Entwicklungen, Termine und Hintergründe zum Projekt vor.
Im Dialog mit der Region
Die Reaktivierung betrifft viele Menschen entlang der Strecke. Deshalb legt die evb großen Wert auf einen offenen Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern, Kommunen und weiteren Projektpartnern.
Den Auftakt bildet eine öffentliche Informationsveranstaltung:
Dienstag, 1. Juli 2026
18:00 bis 20:00 Uhr
Dorfgemeinschaftshaus Deinste
Loher Weg 5, 21717 Deinste
Dort informieren die Geschäftsführung und die Infrastrukturleitung der evb gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung über den aktuellen Planungsstand und beantworten Fragen zum Projekt.
Das Schienennetz der evb
Das Schienennetz der evb umfasst rund 235 Kilometer und . Als Eisenbahninfrastrukturunternehmen betreibt die evb ein eigenes Streckennetz von rund 235 Kilometern und schafft damit die Grundlage für den Personen- und Güterverkehr im Elbe-Weser-Dreieck. Das Schienennetz verbindet die Region mit dem überregionalen Bahnnetz und leistet einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Mobilität und Logistik.
FAQ – häufig gestellte Fragen
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Damit ab Ende 2028 wieder Personenzüge verkehren können, werden entlang der Strecke zahlreiche Investitionen umgesetzt. Dazu gehören unter anderem:
- Neubau und Modernisierung mehrerer Bahnsteige
- barrierefreie Zugänge zu allen Stationen
- moderne Fahrgastinformationssysteme
- Wetterschutzhäuschen und weitere Ausstattung für Fahrgäste
- Verbesserungen der Verknüpfung mit Bus-, Fahrrad- und Individualverkehr
- Anpassungen der Infrastruktur im Bahnhof Stade durch die DB
- Modernisierung der Leit- und Sicherungstechnik
- Erneuerung von Gleisen und Bahnübergängen
Für die SPNV-bezogenen Maßnahmen sind Investitionen von rund 22 Millionen Euro vorgesehen.
Die Voraussetzungen für die Wiederaufnahme des Personenverkehrs sind günstig. Die Strecke befindet sich in einem guten infrastrukturellen Zustand und verfügt über ein hohes Fahrgastpotenzial. Eine Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2022, die von der evb gemeinsam mit den Landkreisen Stade, Rotenburg (Wümme) und Osterholz beauftragt wurde, bestätigte die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen, Fördermittel von Bund und Land für die Umsetzung zu beantragen.
Im Zuge der Reaktivierung der Schienenstrecke zwischen Bremerörde und Stade für den regelmäßigen Schienenpersonennahverkehr (SPNV) reaktiviert wird, sind folgende Haltepunkte geplant:
- Bremervörde
- Hesedorf
- Mulsum-Essel
- Fredenbeck
- Deinste
- Hagen
- Riensförde (mit neuem Haltepunkt am Bildungscampus)
- Stade






